Unser neuer Transporter Unterhaching 50/1

Heute wollen wir Ihnen ein Fahrzeug vorstellen, dass schon seit einiger Zeit unauffällig seinen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Unterhaching verrichtet.

Vor einem Jahr wurde durch die Gemeinde Unterhaching ein gebrauchter Mercedes Vito Kastenwagen mit einem 2,2l großen Dieselmotor mit 95 PS (Funkrufname „UHG 50/1“) für die Feuerwehr Unterhaching beschafft. Das Fahrzeug ist bereit 5 Jahre alt, hat aber vergleichsweise wenig Laufleistung für einen Transporter.

Die vier Mannschaftsbusse die unserer Feuerwehr zur Verfügung stehen, sind alle maximal bestuhlt, da sie vornehmlich dem Transport der Mannschafft zu Schulungen, Einsätzen, Übungen und Auftritten des Spielmannszugs dienen. Musste etwas Sperrigeres Transportiert werden, wurde meist auf den kleinen LKW (Funkrufname „UHG 55/1“) zurückgegriffen. Dieser ist aber eben ein LKW, schwer, unhandlich und kann nicht überall direkt hinfahren. Der Mercedes Vito wurde deshalb als Kastenwagen mit langem Radstand beschafft. Das bedeutet es ist ein geschlossener Transporter ohne Fenster und nur zwei Sitzplätzen für Fahrer und Beifahrer.

Der große Laderaum ist komplett von der Kabine getrennt und bietet ausreichend Raum und mit knapp einer Tonne Zuladung auch genügend Gewichtsreserven. Mit Ihm können nun nahezu alle Transportaufgaben der Gerätewarte erledigt werden, wie z.B. das Einsammeln von Feuerlöschern aus den gemeindeeigenen Liegenschafften, um sie zur Prüfung ins Feuerwehrgerätehaus zu bringen. Selbstverständlich steht er auch für alle Transportaufgaben bei Einsätzen und Übungen zur Verfügung. Ein großer Vorteil z.B. bei Einsätzen auf der Autobahn, da hier der LKW „UHG 50/1“ immer mit dem Verkehrssicherungsanhänger ausrückt und deshalb für andere Transporte nicht genutzt werden kann.  So kann er z.B. für den Rücktransport von gebrauchten Schlauchmaterial oder Atemschutzgeräten oder der Nachlieferung von besonderen Gerätschaften wie z.B. Ölbindemittel oder Tauchpumpen verwendet werden. Auf Grund der immer weiter zunehmenden Schulungen in der Kreisausbildung oder in den Landesfeuerwehrschulen kann er auch hier zur Anreise verwendet werden. Da die Termine oft zeitgleich an verschiedenen Orten stattfinden kommt es nicht selten zu Engpässen bei den Transportmitteln.

Nach und nach wurde das Fahrzeug seit der Übernahme durch die Feuerwehr mit einer Warnbeklebung am Heck und einer Auffahrrampe ausgestattet, um auch Rollbehälter in den Laderaum schieben zu können. Demnächst werden weitere Ladungssicherungspunkte eingebaut, um alle möglichen Gegenstände entsprechend sicher transportieren zu können. Selbstverständlich ist das Fahrzeug mit Blaulicht, Frontblitzer und Martinhorn ausgestattet sowie mit digitalem Funkgeräten. Die Blaulichter wurden als ultraflache LED-Rundumkennleuchten ausgeführt, die nur wenige Zentimeter hoch sind. Statt dem einfachen Serienradio, wurde eines mit integrierter Rückfahrkamera und Navigationssystem eingebaut. Diese Einbauten wurden von den Gerätewarten selbst durchgeführt, da es sich ja ursprünglich um ein ziviles Fahrzeug handelte, was auch an dem nicht ganz echten Feuerwehrrot sichtbar ist. Leider gibt es keine übrigen Fahrzeugstellplätze mehr in der Fahrzeughalle. So muss das Fahrzeug in der Werkstatt oder Waschhalle geparkt werden.

Alles in allem eine sinnvolle Ergänzung unseres Fuhrparks. Zusammen mit dem bereits vorgestelltem neuen Kommandofahrzeug („UHG 10/1“) hat es im Oktober den geistlichen Segen bei einer Fahrzeugweihe bekommen, um allzeit unbeschadet und sicher von Einsätzen und allen anderen Fahrten zurück zu kommen.