Rauchmelder retten Leben

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…
Diesen lieben Kinderreim werden die Meisten von uns noch kennen. Am Ende, so wissen wir alle, sollten vier Kerzen auf dem Adventskranz brennen und es steht auch schon Weihnachten vor der Tür. Klar, dass spätestens dann auch der Weihnachtsbaum mit viel Schmuck und noch mehr Lichtern nicht fehlen darf.  Während aber beim Weihnachtsbaum der Trend zu Elektrokerzen geht, hat unser Adventskranz in den meisten Fällen noch echte Kerzen; und damit im Unglücksfall auch wirklich nur die brennen und nicht Ihr ganzes Heim, möchten wir Sie auf einen kleinen Lebensretter aufmerksam machen: Den Rauchmelder! Der eine oder andere wird sich jetzt bestimmt denken: „ Ach dieses Rauchmelder- Thema schon wieder. Das ist doch nur Geldmacherei.“ Aber NEIN, ganz im Gegenteil. Wir möchten Ihnen keine Angst machen und verkaufen auch keine Feuermelder in der Feuerwehr. Wir möchten Ihnen stattdessen ein beruhigendes Gefühl und Sicherheit mit auf den Weg geben – um die schöne Adventszeit zu genießen.  Zunächst allerdings ein paar Fakten zum Thema Feuer- und Rauchmelder. In Deutschland werden jedes Jahr rund 200.000 Brände gemeldet. Bei diesen Feuern sterben im Schnitt 600 Menschen. Diesen 600 Sterbefällen kann man aber vorbeugen. Denn entgegen der landläufigen Meinung sterben die Meisten eben nicht an der verheerenden Kraft des Feuers. Gut 95% aller Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung. Die Mehrheit wird hierbei zwischen 23 und 7 Uhr im Schlaf überrascht. Bereits in der sogenannten Schwelbrandphase entstehen die geruchslosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Von diesen Gasen reichen nur wenige Lungenfüllungen aus, um in die Bewusstlosigkeit und in den Tod zu führen. Selbstverständlich geht ein Brand nicht komplett geruchslos von statten. Allerdings ist beim Schlaf auch unser Geruchssinn im Ruhemodus und wir riechen den entstehenden Brandrauch nicht.

Verlassen Sie sich nicht auf Nachbarn oder Haustiere. Dies wäre eine trügerische Sicherheit. Einzig ein Rauchmelder warnt Sie rund um die Uhr. Natürlich muss es aber nicht nur nachts brennen. Kommen wir beispielsweise wieder zurück zur Vorweihnachtszeit. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Im Wohnzimmer brennen die Kerzen des Adventskranz, im Nebenzimmer heizt das Bügeleisen und in der Küche backen die Plätzchen im Rohr. Sind Sie sich sicher, dass Sie alles jederzeit im Blick haben? Deshalb muss noch nichts passieren, aber wenn doch, dann geht es sehr schnell. Der Adventskranz fängt Feuer, dieses greift auf die Tischdekoration über, von dort auf alle brennbaren Gegenstände in der Nähe. Durch das Verbrennen von Kunstoffen entsteht wieder unser bereits bekannter Brandrauch. Dieser kann binnen kürzester Zeit einen gesamten Raum füllen.  Selbstverständlich muss das nicht immer eine brennende Kerze sein. Eine brennende Zigarette oder ein technischer Defekt an Haushaltsgeräten reichen ebenso aus, um Ihr Heim in Brand zu stecken. Bemerken Sie diesen zu spät, so zählt jede Sekunde. Auch unsere gewohnte Umgebung kann im Schreckensmoment und durch den dunklen Rauch zur Todesfalle werden.  Genau an diesem Punkt kommt der Feuermelder ins Spiel!  Ohne nun groß auf technische Details einzugehen, möchten wir Ihnen in Kürze die Funktionsweise der gängigsten Rauchmelder erklären. In der Regel wird mit dem Streulichtprinzip gearbeitet. Eine Leuchtdiode sendet im Inneren Licht aus. Ab einer gewissen Konzentration an Rauch wird dieses Licht abgelenkt und strahlt somit auf eine Fotozelle. Sobald dies geschieht, sendet der Rauchmelder einen Alarmton aus, welcher auch den größten Tiefschläfer aus seinen Träumen holt und Sie haben die Möglichkeit selber einzugreifen oder noch besser die Wohnung zu verlassen ohne in Lebensgefahr zu geraten.

Haben wir Sie schon überzeugen können ein paar Euro in Ihre Sicherheit zu investieren? Wenn ja, dann ist es nicht weit in den nächsten Baumarkt oder Elektrohandel. Dort bekommen Sie bereits gute Rauchmelder für geringes Geld (im Schnitt ab 15,- Euro). Um sicher zu gehen, würden wir Ihnen allerdings Melder in einer Preisklasse von 15,- bis 50,- Euro empfehlen. Dieser ist dann ausgestattet mit einer 9 Volt Blockbatterie und Befestigungsmaterial für die Zimmerdecke. Stellt sich nur die Frage wie viele Melder für einen guten Schutz eigentlich benötigt werden. Als Mindestschutz empfiehlt sich pro Flur oder Etage im Haus ein Rauchmelder. Wenn Sie sich und Ihre Familie allerdings optimal schützen möchten, so raten wir Ihnen zu einem Rauchmelder in jedem Zimmer Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung. Einzige Ausnahmen bilden hier das Badezimmer und die Küche, da es durch die entstehenden Koch- und Wasserdämpfe zu einem Fehlalarm kommen könnte. Für diese Räume gibt es spezielle Wärmemelder – bitte lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Des Weiteren sollte ein Feuermelder in der Mitte eines Raumes und immer an der Zimmerdecke befestigt werden. Dies stellt die bestmögliche Funktionsweise Ihres kleinen Lebensretters sicher.

Bevor Sie jetzt allerdings direkt losziehen und sich mit Feuermeldern eindecken, noch ein paar Hinweise, worauf Sie beim Kauf achten sollten:

  • DIN EN 14604
  • VdS Prüfzeichen
  • Warnton bei nachlassender Batterieleistung
  • Testknopf zu Funktionsprüfung

Außerdem raten wir im Falle des Falles zu folgendem Verhalten:

  • Ruhe bewahren!!
  • Wohnung gemeinsam mit allen Familienmitgliedern und Haustieren schnellstmöglich, aber ohne Panik, verlassen. Denken Sie daran: Wertgegenstände können wiederbeschafft werden. Ihr Leben nicht!!!
  • Türen und Fenster (nach Möglichkeit) verschlossen halten. Dies gilt besonders für Ihre Wohnungstür nach Verlassen der Wohnung!
  • Notruf absetzen (112)
  • Warnen Sie andere
  • Warten Sie außerhalb des Gefahrenbereichs auf die Einsatzkräfte

Wir hoffen, wir konnten hiermit ein wenig Ihre etwaige Sichtweise auf Feuermelder zum Positiven verändern und wünschen Ihnen und Ihren Familien eine schöne Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihre Freiwillige Feuerwehr Unterhaching

Mehr Informationen unter: www.rauchmelder-lebensretter.de