Jahreshauptversammlung bei der Feuerwehr Unterhaching

Teamfähig – engagiert – hilfsbereit: Die Jahreshauptversammlung begann dieses Jahr mit dem neuen Werbefilm der Feuerwehr Unterhaching. In diesem wird um neue Mitglieder geworben, die diese drei Charaktereigenschaften besitzen. Vor allem Jugendliche werden dabei angesprochen, die sich in Zukunft in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren wollen.

Mit aktuell 199 Mitgliedern hat die Feuerwehr Unterhaching einen Zuwachs von 6 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese Zahl gliedert sich in 146 aktive Mitglieder, 5 Jugendfeuerwehrmitglieder, 29 passive Mitglieder und 19 Spielmannszugsmitglieder auf.

Auch 2017 wurde die Feuerwehr Unterhaching wieder zu über 700 Einsätzen alarmiert. Kommandant Christian Albrecht und sein Stellvertreter Alexander Beschowetz berichteten von 71 Brandeinsätzen, die alleine knapp 1.200 Stunden, also ca. 20% der gesamten Einsatzzeit verbrauchten und somit einen großen Teil der Einsätze ausmachten. Nur der zeitliche Aufwand der Sicherheitswachen war mit 1.500 Stunden noch höher. Nahezu gleich aufwändig waren die 105 Personenrettungen und die 58 technischen Hilfeleistungen, die je ca. 700 Stunden Einsatzzeit kosteten. Von Unwetter- und Wasserschäden wurde die Gemeinde dieses Jahr zum großen Teil verschont, insgesamt gab es hier nur 34 Einsätze zu verbuchen. Auch zu Verkehrsunfällen wurden wir das vergangene Jahr nur selten alarmiert. Die meisten Einsätze spielten sich tagsüber ab, nur 10% der Einsätze waren nachts. Die First Responder wurden 2017 nahezu jeden Tag einmal gerufen, in insgesamt 314 Einsätzen konnte den Bürgerinnen und Bürgern geholfen werden. In über 75% der Fälle war der First Responder vor dem Rettungswagen vor Ort und konnte diese Zeit helfend überbrücken. Rechnet man zu den 722 Einsätzen die Übungen, Lehrgänge, Besprechungen aller Abteilungen sowie die Bereitschaftsstunden der First Responder mit ein, so leistete die Feuerwehr Unterhaching im Jahr 2017 eine Gesamtstundenanzahl von knapp 35.000 Stunden.

Ebenfalls berichtet wurde über zahlreiche Neuerungen, die letztes Jahr die Ausrüstung der Feuerwehr ersetzten oder verbesserten. So wurde neben einem neuen Kommandofahrzeug und Versorgungsfahrzeug auch in eine verbesserte Heckwarnmarkierung bei beiden Löschfahrzeugen investiert. Darüber hinaus Einzug fanden die akkubetriebenen Lüfter und Rettungszylinder.

Bei der Jugendfeuerwehr wurde ein Wechsel der Ausbilder vorgenommen. So ersetzen Florian Frisch als Jugendwart und Philipp Nottmeyer als Jugendausbilder die beiden früheren Amtsinhaber Alexander Beschowetz und Martin Bogensberger, die sich neuen Herausforderungen in der Ausbildungsarbeit der Feuerwehr stellen.

Nach 10 Jahren als 1. Kassier trat auch Axel Frank von seinem Amt zurück. Der bisherige 2. Kassier Christian Martin wurde durch die Versammlung zum 1. Kassier gewählt. Als 2. Kassier wurde Andreas Büchele neu in die Vorstandschaft gewählt.

Ebenfalls konnten wieder einige Mitglieder für ihren langjährigen aktiven Dienst geehrt werden: Florian Bogensberger und Maximilian Stifter für 10 Jahre, Josef Haberl und Martina Wende für 20 Jahre, Axel Frank, Gabriel Galiano und Bernhard Guggenberger für 25 Jahre, Richard Fritz und Thomas Hammer für 30 Jahre sowie Josef Gmeinwieser und Siegfried Ohletz für 40 Jahre. Die Mitglieder Frank, Galiano und Guggenberger werden zusätzlich noch für diese Dienstzeit vom Freistaat Bayern mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber und Ohletz sogar mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.

Befördert wurde u.a. der stellvertretende Vorsitzende André von Livonius zum Hauptfeuerwehrmann und der Vereinsvorsitzende Christoph Simon wurde sogar zum Löschmeister ernannt. Der Vorsitzende berichtete auch von der Vereinsarbeit wie z.B. den zahlreichen Vereinsveranstaltungen, Vorstands- und PR-Sitzungen, der Flyerverteilung sowie Sitzungen des Festausschusses. Hier schreiten die Planungen zum 150sten Jubiläum der Feuerwehr Unterhaching stetig voran. In diesem Zusammenhang wurde auch über den Fortschritt eines Weiteren, großen Projektes des Feuerwehrvereins berichtet: Der Restaurierung des historischen Fahrzeugs der Feuerwehr Unterhaching. Dieses hat bisher den Weg von Teneriffa zurück nach Unterhaching gefunden, die nächsten Schritte werden zurzeit vom Projektteam geplant. Dringend gesucht wird jetzt ein Garagenstellplatz im Umkreis von Unterhaching für mindestens ein Jahr, der sich für die Restaurierung des historischen Löschfahrzeuges eignet. Die Feuerwehr Unterhaching bedankt sich für jeden Hinweis.